FILMBUCH DES MONATS: Helmut Herbst (AG DOK) - Früher, als wir noch nicht postmodern waren



Die innovativen Jahre von Fernsehen und Film 1962-1970
(Quelle Hans Helmut Prinzler) Helmut Herbst (*1934) erinnert an die Aufbrüche des Films und des Fernsehens in den 1960er Jahren. Speziell in Hamburg gab es Innovationen, die mit radikalen künstlerischen und politischen Ansprüchen verbunden waren. Sie haben zwar nicht zu einem „neuen Fernsehen“ geführt, aber zur Basis des westdeutschen Experimentalfilms und zu einem veränderten Dokumentarfilm. Der filmhistorische Diskurs wurde in diesem Frühjahr von einem Jubiläum dominiert: 50 Jahre Oberhausener Manifest. Was bei dieser Jubiläumsfeier zu kurz kam, waren Verweise auf Aufbrüche im westdeutschen Film, die zeitgleich in Hamburg stattgefunden haben, im Umfeld des NDR (Leiter des Fernsehspiels: Egon Monk), des „Studio 1“ von Werner Grassmann und der Trickfilmfirma „cinegrafik“ von Helmut Herbst. Herbst beschreibt in seinem Buch ein Laboratorium. Seine Texte, Bilder und Dokumente konkretisieren Zeitgeschichte, Fernsehgeschichte, Filmgeschichte. Wir sehen seine Entwürfe für Titel und Spots, wir lesen seine Korrespondenz mit den NDR-Verantwortlichen und wir sind mitten in der Mediensituation der 1960er Jahre. Ein kluges Interview von Esther Kaiser (geführt im Mai 2009) vermittelt die unmittelbaren Erfahrungen von Helmut Herbst.
Dem Band ist eine DVD beigefügt, die 16 kurze Animationsfilme, Werbespots, Titelvorspänne und Kurzspielfilme aus den Jahren 1962 bis 1970 enthält, darunter KLEINE UNTERWEISUNG ZUM GLÜCKLICHEN LEBEN und SCHWARZ-WEISS-ROT von Helmut Herbst, STAUB, DER HAFENFILM und DAS GINZECK von Franz Winzentsen und WARUM HAST DU MICH WACHGEKÜSST? von Hellmuth Costard.

http://www.hhprinzler.de/2004/06/helmut-herbst/

(Quelle: AG DOK-Hessen UP(date) vom 23.07.2012)

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